Haus St. Vitus

Das ehemalige Haus St. Georg wurde 2003 in unmittelbarer Nähe zum St. Alexius-/St. Josef-Krankenhaus erbaut. Im Jahr 2016 wurde dieses komplett renoviert und umbenannt in Haus St. Vitus. Es ist ein modernes, in L-Form errichtetes Gebäude mit 2 Etagen, mit einem Garteninnenhof und einer Terrasse im Erdgeschoss und 2 Balkonen im Obergeschoss.

Das Grundstück ist innenstadtnah aber idyllisch an der Obererft gelegen.

Im Erdgeschoss befindet sich der Wohnbereich St. Klara mit zwei Wohngruppen mit jeweils einem Einzelzimmer und angrenzendem Bad für die Bewohner, eine Küche, Wohnzimmer, Terrasse und Garten.Es befinden sich zentral im Wohnbereich ein Pflegebad und ein Ruheraum. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss die Werk- und Begegnungsstätte Haus St. Vitus, wo ein tagesgestaltendes Angebot nach individuellem Hilfebedarf geboten wird.

Im Obergeschoss befindet sich der Wohnbereich St. Vinzenz mit zwei Wohngruppen mit jeweils Einzelzimmern mit angrenzendem Bad für die Bewohner, eine Küche, Wohnzimmer, Balkon und Zugang zum Garten im Innenhof.Zentral im Wohnbereich befinden sich ein Pflegebad, ein Ruheraum und ein sehr gut ausgestatteter Freizeitraum (Billardtisch, Tischtennisplatte, TV, PC-Arbeitsplatz, Wii).

Die Wohnbereiche

Die Wohnbereiche St. Klara und St. Vinzenz sind geschlossene Wohnbereiche für Menschen mit chronischer psychischer Erkrankung. Geschlossener Wohnbereich bedeutet, vergleichbar einer geschlossenen Station im psychiatrischen Krankenhaus, dass die Außentür permanent geschlossen ist und die Bewohner den Wohnbereich nur mit Hilfe bzw. nach Absprache mit dem Betreuungspersonal verlassen können. Trotz des geschlossenen Settings, wird der Ausgang der Bewohner nur eingeschränkt, wenn eine solche Beschränkung aufgrund der psychischen Verfassung des Bewohners geboten ist, um Schaden von ihm abzuwenden. Dies ist manchmal dauerhaft, häufig jedoch nur in psychischen Krisen der Fall, was bedeutet, dass viele Bewohner die meiste Zeit über freien Ausgang verfügen. Nicht wenige Bewohner profitieren insofern von der Sicherheit, die ihnen durch die geschlossene Tür vermittelt wird und verlassen den Wohnbereich, wann immer sie es wünschen.

Die Unterbringung in einem unserer geschlossenen Wohnbereiche basiert in der Regel auf einem Unterbringungsbeschluss gemäß Betreuungsrecht (§ 1906 Abs. 1 Satz 1 BGB) in Folge von Selbstgefährdung und Verlust der Eigensorge. Das bedeutet, dass die Bewohner zunächst oder auch dauerhaft nicht freiwillig in den Wohnbereichen St. Klara und St. Vinzenz leben. Dies stellt besondere Anforderungen an die Betreuung, deren Erfolg vor allem auf Vertrauen und einer tragfähigen Beziehung zum Bewohner basiert. Das gemeinsame Ziel besteht vorrangig in der (Wieder-)Herstellung der Fähigkeit zu einem Leben außerhalb des geschlossenen Wohnbereiches. Im besten Fall erklären sich Bewohner im Verlauf einverstanden mit dem Leben im geschlossenen Wohnbereich, so dass der Unterbringungsbeschluss (und damit die Zwangsmaßnahme) durch eine Freiwilligkeitserklärung ersetzt werden kann. Es besteht auch bei Einzug prinzipiell die Möglichkeit, diesen Schritt freiwillig zu tun, so dass ein Unterbringungsbeschluss keine zwingend notwendige Bedingung für einen Einzug darstellt.

Die Betreuung wird von einem multiprofessionellen Team aus Fachkrankenpflegern, Heilerziehungspflegern, Altenpflegern, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und einem Psychologen (siehe Psychologischer Dienst) geleistet.

Die Betreuung orientiert sich am, im Rahmen der Beantragung von Eingliederungshilfe erarbeiteten, individuellen Hilfeplan. Insofern erhalten die Bewohner „so viel Hilfe wie nötig und so wenig wie möglich“. Im Rahmen der sogenannten Bezugsbetreuung steht jedem Bewohner eine Bezugsperson zur Seite, die den Bewohner und dessen Belange besonders im Blick hat und die Hilfen koordiniert. Grundsätzlich können die Bewohner in allen Lebensbereichen unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem die Organisation des Tagesablaufs, Hilfe bei der Alltagsbewältigung, Begleitung bei Einkäufen, Arztbesuchen, Begleitung und/oder Motivation zu Arbeits- oder Beschäftigungsangeboten, Förderung sozialer Kontakte und Hilfen bei der Freizeitgestaltung.

Es besteht eine enge Kooperation mit den Tagesstrukturierenden Diensten, so dass den Bewohnern ein umfangreiches Angebot zur individuellen Förderung und Freizeitgestaltung zur Verfügung steht.

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